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23. Juli 2026

Einstellungen für Edge-Dienst

Mithilfe der in diesem Kapitel beschriebenen Bereitstellungsszenarien können Sie die Unified Access Gateway-Bereitstellung für Ihre Umgebung angeben und organisieren. Bei Unified Access Gatewayhandelt es sich um eine Appliance, die in der Regel in einer demilitarisierten Zone (DMZ) installiert ist und dafür sorgt, dass nur Datenverkehr eines sicher authentifizierten Remotebenutzers das Datencenter des Unternehmens erreicht.

Sie können Omnissa Unified Access Gateway mit Omnissa Horizon 8, Omnissa Horizon Cloud Service, Omnissa Access und Omnissa Workspace ONE UEM bereitstellen.

Hinweis: Informationen zum Implementieren von Unified Access Gateway in Horizon Cloud Service finden Sie unter Bereitstellen eines Horizon 8 Edge zur Verwendung mit Horizon 8-Bereitstellungen und der Steuerungsebene der Horizon Cloud – Next-Gen.

Unified Access Gateway als sicheres Gateway

Unified Access Gateway leitet Authentifizierungsanfragen an den jeweiligen Server weiter und blockiert jede nicht authentifizierte Anforderung. Benutzer können nur auf Ressourcen zugreifen, für deren Zugriff sie berechtigt sind.

Außerdem sorgt Unified Access Gateway dafür, dass der Datenverkehr für einen authentifizierten Benutzer nur an Desktop- und Anwendungsressourcen geleitet werden kann, für die der Benutzer auch berechtigt ist. Dieser Grad an Sicherheit erfordert eine genaue Untersuchung der Desktopprotokolle und Koordination von sich potenziell schnell verändernden Richtlinien und Netzwerkadressen, damit der Zugriff genauestens kontrolliert werden kann.

Unified Access Gateway dient als Proxy-Host für Verbindungen innerhalb des vertrauenswürdigen Netzwerks eines Unternehmens. Dieses Konzept bietet eine zusätzliche Schutzschicht durch Abschirmung der virtuellen Desktops, Anwendungshosts und Server gegenüber dem öffentlichen Internet.

Unified Access Gateway ist speziell auf die DMZ ausgelegt. Die folgenden Schutzeinstellungen sind implementiert.

  • Aktuelle Linux-Kernel- und Software-Patches
  • Unterstützung mehrerer Netzwerkkarten (NICs) für Datenverkehr aus Internet und Intranet
  • SSH deaktiviert
  • FTP, Telnet, Rlogin oder Rsh-Dienste deaktiviert
  • Nicht benötigte Dienste deaktiviert

Verwenden von Unified Access Gateway anstelle eines virtuellen privaten Netzwerks (Virtual Private Network, VPN)

Unified Access Gateway und generische VPN-Lösungen ähneln sich, da beide sicherstellen, dass Datenverkehr nur für sicher authentifizierte Benutzer in ein internes Netzwerk weitergeleitet wird.

Unified Access Gateway bietet im Vergleich zu einem generischen VPN folgende Vorteile:

  • Access Control Manager: Unified Access Gateway wendet Zugriffsregeln automatisch an. Unified Access Gateway erkennt die Berechtigungen der Benutzer und die zur internen Verbindung erforderliche Adressierung. Ein VPN erreicht dasselbe, da bei den meisten VPNs ein Administrator Netzwerkverbindungsregeln für jeden Benutzer oder jede Benutzergruppe einzeln konfigurieren kann. Dies funktioniert zwar zunächst recht gut mit einem VPN, die Verwaltung der erforderlichen Regeln bringt aber erheblichen administrativen Arbeitsaufwand mit sich.
  • Benutzeroberfläche: Unified Access Gateway nimmt keine Änderungen an der unkomplizierten Benutzeroberfläche von Horizon Client vor. Mit Unified Access Gateway befinden sich authentifizierte Benutzer beim Start des Horizon Clients in ihrer Horizon Connection Server-Umgebung und haben kontrollierten Zugriff auf ihre Desktops und Anwendungen. Bei einem VPN müssen Sie zunächst die VPN-Software einrichten und dann separat die Authentifizierung durchführen, bevor der Horizon Client gestartet wird.
  • Leistung: Unified Access Gateway ist für maximale Sicherheit und Leistung konzipiert. Mit Unified Access Gateway sind PCoIP-, Horizon Web Client- und WebSocket-Protokolle ohne zusätzliche Kapselung gesichert. VPNs werden als SSL-VPNs implementiert. Diese Implementierung entspricht den Sicherheitsanforderungen und gilt bei aktiviertem TLS (Transport Layer Security) als sicher, aber das zugrunde liegende Protokoll bei SSL/TLS ist lediglich TCP-basiert. Da moderne Video-Remoting-Protokolle verbindungslose UDP-basierte Transporte nutzen, können die Leistungsvorteile bei Durchsetzen eines TCP-basierten Transports erheblich gemindert werden. Dies gilt nicht für alle VPN-Technologien, da diejenigen, die mit DTLS oder IPsec anstelle von SSL/TLS betrieben werden können, gut mit Horizon Connection Server-Desktop-Protokollen zusammenarbeiten können.

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