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28. Juli 2026

Konfigurieren des Blast Codec-Bildcaches

Der clientseitige Bild-Zwischenspeicherungsmechanismus von BlastCodec speichert Pixelinhalte auf dem Client, um eine erneute Kodierung und Übertragung zu vermeiden. Diese Funktion ist standardmäßig zur Reduzierung der Bandbreitenauslastung aktiviert.

Der BlastCodec-Bildcache speichert zuvor angezeigte Bildschirminhalte im dynamischen Speicher, die innerhalb desselben oder zukünftiger Frames wiederverwendet werden können, wenn derselbe Pixelinhalt erneut angezeigt wird. Wenn Sie beispielsweise zwischen Anwendungen oder Browser-Registerkarten wechseln, werden alle zuvor angezeigten Bildschirminhalte gegebenenfalls aus dem Cache abgerufen, wodurch eine erneute Kodierung und Übertragung vermieden und somit Computing- und Netzwerkressourcen eingespart werden. Wenn neue Bildschirminhalte im Cache gefunden werden, werden anstelle größerer Nutzlasten mit Pixeldaten nur kleine Tabellenindizes übertragen.

Bei typischen Arbeitsabläufen im Büro lässt sich der Netzwerkdatenverkehr dank des Bildcaches um mehr als 50 % reduzieren. Bei LAN-Verbindungen hat dies unter Umständen nur geringe Vorteile. Bei WAN-Verbindungen mit eingeschränkter Bandbreite hingegeben verbessert die Verwendung des Bildcaches die Benutzererfahrung erheblich und sorgt für ein reibungsloses und reaktionsschnelles Desktop-Erlebnis.

Lebensdauer der Bild-Zwischenspeicherung

Der Bildcache befindet sich im dynamischen Arbeitsspeicher, der zur Laufzeit zugewiesen und beim Schließen der Blast-Sitzung automatisch gelöscht wird. Sie müssen keine manuellen Schritte durchführen, um den Cache zu löschen.

Größe des BlastCodec-Caches

Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert, sodass der Client/Agent Teile der Anzeige speichert, die zuvor übermittelt wurden. Die standardmäßige Cachegröße beträgt 250 MB. Ein größerer Cache reduziert die Bandbreitenauslastung, erfordert jedoch mehr Arbeitsspeicher auf dem Client und dem Agent. Ein kleinerer Cache erfordert eine höhere Bandbreitenauslastung. Bei einem Thin Client mit nur wenig Arbeitsspeicher fällt der verfügbare Cache entsprechend klein aus.

Konfigurieren der Cachegröße

Windows HKLM und GPO

  • EncoderImageCacheSizeKB

  • EncoderImageCacheEntries (standardmäßig 400)

Linux

  • RemoteDisplay.updateCacheSizeKB

  • RemoteDisplay.updateCacheSizeEntries (standardmäßig 400)

Beschränkungen der Cachegröße

Die tatsächlich zugeteilte Cachegröße kann geringer als die konfigurierte Größe ausfallen und hängt vom Arbeitsspeicher auf dem Agent- und Clientsystem, der Bildschirmauflösung und der Anzahl der Monitore ab. Bei Cachegrößen, die den Standardwert überschreiten, muss auch der Client entsprechend konfiguriert werden, damit höhere Grenzwerte zulässig sind, indem die Konfiguration RemoteDisplay.updateCacheSizeKB im entsprechenden Speicherort der Betriebssystem-Konfigurationsdatei verwendet wird:

Windows

%APPDATA%\Omnissa\config.ini

Linux

/etc/omnissa/config

Mac OS X

~/Library/Preferences/Omnissa Horizon Client/config

Blast Codec-Bildcache-Komprimierung

Bildcache-Komprimierung ist seit Horizon 2406 verfügbar. Diese Technik ist standardmäßig aktiviert und soll den agentenseitigen Arbeitsspeicherverbrauch reduzieren, der durch die Verwendung der Bildzwischenspeicherung entsteht. Dies wird durch eine schnelle und effiziente Echtzeitkomprimierung erreicht, die bei VMBlastW den Arbeitsspeicherbedarf ohne Leistungseinbußen um über 50 % reduziert.

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