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28. Juli 2026

Verwenden der Umleitung serieller Ports

Mithilfe der Umleitung serieller Ports können Sie lokal verbundene serielle Ports (/dev/ttyS) wie z. B. integrierte RS232-Ports und USB-Seriell-Adapter umleiten. Geräte wie Drucker, Barcodelesegeräte und andere serielle Geräte können mit diesen Ports verbunden und auf virtuellen Desktops und RDS-gehosteten Desktops verwendet werden.

Wenn ein Administrator die Funktion zur Umleitung serieller Ports konfiguriert hat und Sie das Omnissa Horizon Blast- oder PCoIP-Anzeigeprotokoll verwenden, kann die Umleitung serieller Ports ohne weitere Konfiguration auf virtuellen Desktops oder RDS-gehosteten Desktops verwendet werden. Beispielsweise lässt sich /dev/ttyS0 auf dem lokalen Clientsystem als COM1 auf den Remote-Desktop umleiten. Der serielle Port /dev/ttyS1 wird als COM2 umgeleitet. Wenn der Port /dev/ttyS bereits verwendet wird, wird er zugeordnet, um Konflikte zu vermeiden. Wenn beispielsweise COM1 und COM2 auf dem Remote-Desktop bereits vorhanden sind, wird /dev/ttyS0 auf dem Clientsystem standardmäßig COM3 zugeordnet.

Sie müssen alle erforderlichen Gerätetreiber auf dem lokalen Clientsystem installiert haben, aber Sie müssen diese nicht auf dem Remote-Desktop installieren. Wenn Sie beispielsweise einen USB-Seriell-Adapter verwenden, der für Ihr lokales Clientsystem bestimmte Gerätetreiber benötigt, müssen Sie diese Gerätetreiber nur auf dem Clientsystem installieren.

Wichtig: Wenn Sie ein Gerät in einem USB-Seriell-Adapter verwenden, verbinden Sie dieses nicht über das Menü USB-Gerät verbinden in Omnissa Horizon Client. Dies würde dazu führen, dass das Gerät über die USB-Umleitung umgeleitet und die Funktion zur Umleitung serieller Ports umgangen wird.

Tipps zur Verwendung der Funktion zur Umleitung serieller Ports

  • Um die zugeordneten /dev/ttyS-Ports zu verbinden, ihre Verbindung zu trennen oder sie anzupassen, klicken Sie auf das Symbol für serielle Ports (Verwenden des Symbols für serielle Ports zum Verbinden eines seriellen Ports mit dem Remote-Desktop) in der Taskleiste oder im Infobereich des Remote-Desktops.

    Wenn Sie auf das Symbol für serielle Ports klicken, wird das Kontextmenü Umleitung serieller COM-Ports für Horizon angezeigt. Wenn ein Administrator die Konfiguration gesperrt hat, werden die Elemente im Kontextmenü abgeblendet dargestellt. Das Symbol wird nur angezeigt, wenn ein Administrator die Funktion zur Umleitung serieller Ports konfiguriert hat und alle Anforderungen erfüllt sind. Weitere Informationen finden Sie unter Systemanforderungen für die Umleitung serieller Ports.

  • Im Kontextmenü werden die Portelemente als Port zugeordnet zu Port aufgelistet, z. B. /dev/ttyS0 zugeordnet zu COM1. Der erste Port (in diesem Beispiel /dev/ttyS0 ) ist der physische Port oder der USB-Seriell-Adapter auf dem lokalen Clientsystem. Der zweite Port (in diesem Beispiel COM1) ist der Port, der auf dem Remote-Desktop verwendet wird.

  • Um den Befehl Porteigenschaften auszuwählen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen /dev/ttyS-Port.

    Im Dialogfeld „COM-Eigenschaften“ können Sie einen Port für die automatische Herstellung einer Verbindung beim Beginn einer Sitzung für Remote-Desktops konfigurieren. Außerdem können Sie festlegen, dass das DSR-Signal (Data Set Ready) ignoriert wird, das für einige Modems oder andere Geräte erforderlich ist.

    Sie können auch die Portnummer ändern, die der Remote-Desktop verwendet. Wenn der /dev/ttyS0-Port auf dem Clientsystem beispielsweise COM3 auf dem Remote-Desktop zugeordnet ist, können Sie die Portnummer in COM1 ändern. Wenn COM1 auf dem Remote-Desktop vorhanden ist, wird möglicherweise COM1 (Überlappend) angezeigt. Sie können diesen überlappenden Port weiterhin verwenden. Der Remote-Desktop kann serielle Daten vom Server oder vom Clientsystem über den Port empfangen.

  • Stellen Sie eine Verbindung zu einem zugeordneten COM-Port durch Auswahl von Verbinden her, um den Port auf dem Remote-Desktop zu verwenden.

    Wenn ein umgeleiteter COM-Port auf einem Remote-Desktop geöffnet und verwendet wird, können Sie auf diesen Port auf dem lokalen Computer nicht zugreifen. Umgekehrt können Sie auf den /dev/ttyS-Port auf dem Remote-Desktop nicht zugreifen, wenn dieser Port auf dem lokalen Computer verwendet wird.

  • Sie können dann mit der Option Verbindung trennen die Verbindung trennen und den physischen COM-Port für die Verwendung auf dem Clientcomputer zur Verfügung stellen.

Anzeigen von Informationen zu umgeleiteten seriellen Ports

Für Remote-Desktops, auf denen Horizon Agent 2106 oder höher installiert ist, können Sie Details zu umgeleiteten seriellen Ports anzeigen, indem Sie das Konsolendienstprogramm hznsprrdctl.exe auf dem Desktop ausführen. Dieses Dienstprogramm wird in Remote-Desktop-Sitzungen und Sitzungen im verschachtelten Modus unterstützt.

Das Dienstprogramm befindet sich auf dem Remote-Desktop in C:\Program Files\Common Files\Omnissa\SerialPortRedirection\Agent\hznsprrdctl.exe.

So erhalten Sie Hilfe zur Befehlszeilennutzung für das Dienstprogramm:

  1. Starten Sie eine Remote-Desktop-Sitzung und öffnen Sie ein Konsolenfenster auf dem Desktop.

  2. Wechseln Sie zum Verzeichnisspeicherort des Dienstprogramms und führen Sie den folgenden Befehl aus.

    hznsprrdctl.exe -h
    

Das Dienstprogramm stellt die folgenden Informationen bereit.

  • Hardware-ID-Informationen:
    • USB-Gerät VID (Hersteller-ID)
    • PID des USB-Geräts (Produkt-ID)
    • Rev des USB-Geräts (Produktrevision)
  • COM-Port-Gerätebeschreibung, wie sie im Geräte-Manager erscheint
  • Quell-COM-Portnummer auf dem Client
  • Status der COM-Port-Umleitung

Hinweis: Das Dienstprogramm stellt weder die Quell-COM-Portnummer auf dem Client noch den Status der COM-Portumleitung für einen virtuellen COM-Port auf dem Agent bereit, der von einem Clientport umgeleitet wird, der einen USB-Seriell-Adapter verwendet.

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