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24. August 2026

Konfigurieren des PCoIP-Client-Bildcache

Bei der clientseitigen PCoIP-Bildzwischenspeicherung werden Bildinhalte auf dem Client gespeichert, um eine erneute Übertragung zu vermeiden. Diese Funktion ist standardmäßig zur Reduzierung der Bandbreitenauslastung aktiviert.

Der PCoIP-Bildcache erfasst die räumliche und zeitliche Redundanz. Wenn Sie beispielsweise in einem PDF-Dokument einen Bildlauf nach unten durchführen, wird unten im Fenster neuer Inhalt angezeigt, während oben im Fenster der älteste Inhalt nicht mehr angezeigt wird. Der verbleibende Inhalt bleibt unverändert und wird nach oben verschoben. Der PCoIP-Bildcache kann diese räumliche und zeitliche Redundanz erkennen.

Da es sich während des Bildlaufs bei den an die Clientgeräte gesendeten Anzeigeinformationen in erster Linie um eine Abfolge von Cache-Indizes handelt, lassen sich durch die Verwendung eines Bildcaches deutliche Bandbreiteneinsparungen erzielen. Dieser effiziente Bildlauf hat sowohl bei LAN- als auch WAN-Verbindungen Vorteile.

  • In einem LAN, in dem die Bandbreite relativ unbegrenzt ist, führt die Verwendung der clientseitigen Zwischenspeicherung von Bildern zu erheblichen Bandbreiteneinsparungen.
  • In einem WAN nimmt die Bildlaufleistung ab, wenn keine clientseitige Zwischenspeicherung verwendet wird, um die verfügbare Bandbreite nicht zu überschreiten. In dieser Situation führt die clientseitige Zwischenspeicherung zu einer Einsparung von Bandbreite und stellt einen reibungslosen, äußerst schnellen Bildlauf sicher.

Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert, sodass der Client Teile der Anzeige speichert, die zuvor übermittelt wurden. Die standardmäßige Cachegröße beträgt 250 MB. Ein größerer Cache reduziert die Bandbreitenauslastung, erfordert jedoch auch mehr Arbeitsspeicher auf dem Client. Ein kleinerer Cache erfordert eine höhere Bandbreitenauslastung. Ein Thin Client mit nur wenig Arbeitsspeicher erfordert beispielsweise eine geringere Cachegröße.

Festlegen der Konfigurationseigenschaft

Zur Konfiguration der Cachegröße können Sie die pcoip.image_cache_size_mb-Eigenschaft festlegen. Die folgende Einstellung konfiguriert beispielsweise die Cachegröße auf 50 MB:

pcoip.image_cache_size_mb = 50

Setzen Sie ein Leerzeichen vor und nach dem Gleichheitszeichen (=).

Wenn Sie einen Wert angeben, der kleiner als die Menge des verfügbaren Arbeitsspeichers geteilt durch 2 ist, wird der Wert auf das nächste Vielfache von 10 gerundet. Der Mindestwert beträgt 50. Werte unter 50 werden ignoriert.

Wenn Sie einen Wert angeben, der größer als der verfügbare Arbeitsspeicher geteilt durch 2 ist, wird der Wert auf die Menge des verfügbaren Arbeitsspeichers geteilt durch 2 festgelegt und auf das nächste Vielfache von 10 gerundet.

Sie können diese Eigenschaft in jeder der einzelnen Dateien festlegen. Beim Start von Omnissa Horizon Client wird die Einstellung aus mehreren Speicherorten in der folgenden Reihenfolge verarbeitet:

  1. /etc/teradici/pcoip_admin_defaults.conf
  2. ~/.pcoip.rc
  3. /etc/teradici/pcoip_admin.conf

Ist eine Einstellung in verschiedenen Speicherorten konfiguriert, entspricht der verwendete Wert dem Wert aus dem letzten Lesevorgang der Datei.

Hinweis: Sie können die folgende Eigenschaft zur visuellen Anzeige der Funktionsfähigkeit des Bildcache festlegen:

pcoip.show_image_cache_hits = 1

Bei dieser Konfiguration wird Ihnen für jede Kachel (32 x 32 Pixel) in einem Bild aus dem Bildcache ein Rechteck um die Kachel herum angezeigt.

Um die Funktion zur Zwischenspeicherung von Bildern zu deaktivieren, legen Sie die folgende Eigenschaft fest:

pcoip.enable_tile_based_image_caching = 0

Verwenden der Funktion zur Zwischenspeicherung von Bildern

Der Bildcache befindet sich im dynamischen Arbeitsspeicher, der zur Laufzeit zugewiesen und beim Schließen der PCoIP-Sitzung automatisch gelöscht wird. Sie müssen keine manuellen Schritte durchführen, um den Cache zu löschen.

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