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26. August 2026

Erstellen einer UAG-Bereitstellung für einen vSphere Edge

Nach dem Erstellen eines vSphere Edge in Horizon Cloud können Sie die Unified Access Gateway-Einstellungen (UAG) für diesen Edge konfigurieren.

Sie können die UAG-Einstellungen nicht beim Erstellen des Edge konfigurieren, sondern erst, nachdem der Edge erstellt wurde.

Auswählen eines UAG-Bereitstellungstyps: „Standard“ oder „Erweitert“

Für UAG-Bereitstellungen stehen zwei Modi zur Verfügung: „Standard“ und „Erweitert“. Bei Verwendung von „Erweitert“ können Sie Ihren Lastausgleichsdienst so konfigurieren, dass Round Robin anstelle einer Verteilung nach Quell-IP verwendet wird.

  • Standard: Verwenden Sie diesen Modus für einen Lastausgleichsdienst, der für den Verteilungsmodus Sitzungspersistenz/Quell-IP-Affinität konfiguriert wurde. Datenverkehr von derselben Client-IP wird über dieselbe UAG-Instanz geleitet. Verwenden Sie diesen Modus für ein Lastausgleichsdienstszenario mit Quell-IP-Affinität.

  • Erweitert: Verwenden Sie diesen Modus für einen Lastausgleichsdienst, der im Verteilungsmodus hashbasiert (Round Robin) konfiguriert wurde. Datenverkehr von derselben Client-IP wird an eine beliebige fehlerfreie UAG-Instanz im Cluster geleitet.

Hinweis: Der Basismodus unterstützt 2K-Sitzungen pro UAG. Der erweiterte Modus unterstützt 4K-Sitzungen pro UAG. Zur Verwendung des erweiterten Modus stellen Sie sicher, dass das UAG mit mindestens 4 vCPUs und 16 GB RAM konfiguriert ist. Die tatsächlichen Computing-Anforderungen können je nach Anwendungsfall und Arbeitslast variieren.

Bei beiden Methoden wird der Lastausgleichsdienst nicht von Omnissa bereitgestellt. Sie müssen Ihren eigenen Lastausgleichsdienst bereitstellen.

Überlegungen zur Verwendung des erweiterten UAG-Bereitstellungstyps

  • Stellen Sie sicher, dass alle Horizon Clients, die eine Verbindung mit dem Edge herstellen, für den der erweiterte UAG-Modus konfiguriert wird, auf Horizon HAI-Agent 24.12 oder höher aktualisiert wurden. Weitere Informationen zu den Anforderungen für die HAI-Agent-Version finden Sie in den Versionshinweisen zu Horizon Cloud.

  • Die UAG-Bereitstellungstypen „Standard“ und „Erweitert“ sind für alle unterstützten Plattformen verfügbar, einschließlich Native Desktop, mobile und Web-Clients.

  • Wenn Sie noch kein UAG mit 3 Netzwerkkarten verwenden, müssen Sie 3 Netzwerke mit statischen IPs für diese Netzwerke eingeben.

  • Alle Netzwerke müssen aus IP-Bereichen gleicher Größe bestehen.

  • Der Basismodus unterstützt 2K-Sitzungen pro VM. Der erweiterte Modus unterstützt 4K-Sitzungen pro VM.

  • Wenn Sie das UAG als Blast Extreme bereitstellen, können Sie angeben, dass entweder Port 8443 oder Port 443 verwendet wird.

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre VMs über Port 8445 miteinander kommunizieren können. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Firewall aktualisiert haben, um die VM-zu-VM-Kommunikation auf Port 8445 zuzulassen.

  • Aktualisieren Sie die Richtlinie des Lastausgleichsdienst nach einer erfolgreichen UAG-Bereitstellung im erweiterten Modus auf „Round Robin“.

  • Empfehlung: Geben Sie den IP-Bereich mit 10 aufeinanderfolgenden IPs für die Verwaltungs-, DMZ- und Desktop-Netzwerke an, wenn Sie die Bereitstellung im erweiterten Modus verwenden.

Vorgehensweise

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um das Unified Access Gateway (UAG) für den vSphere Edge hinzuzufügen.

  1. Melden Sie sich bei Horizon Cloud an und klicken Sie im linken Navigationsbereich auf Kapazität.

  2. Klicken Sie auf der resultierenden Seite „Kapazität“ auf die Registerkarte Horizon Edges.

  3. Suchen Sie in der Tabelle der vorhandenen Edges nach dem vSphere Edge.

  4. Suchen Sie in der Spalte „Unified Access Gateway“ für diesen vSphere Edge nach dem Link Nicht konfiguriert.

    Hinweis: Wenn das UAG für diesen vSphere Edge bereits konfiguriert wurde, wird als Status entweder Konfiguriert oder Bereit angezeigt, und Sie können stattdessen die bestehende UAG-Konfiguration bearbeiten.

  5. Klicken Sie auf Nicht konfiguriert und reagieren Sie auf der resultierenden Seite Unified Access Gateway konfigurieren gemäß der folgenden Beschreibung auf die Eingabeaufforderungen.

    Wenn das UAG noch nicht konfiguriert wurde, können Sie alternativ die Seite „Edge-Details“ öffnen, indem Sie auf den Edge-Namen klicken. Auf der resultierenden Seite können Sie dann im Unified Access Gateway-Bereich der Übersichtsseite „Edge-Details“ auf Hinzufügen klicken.

  6. Bestätigen Sie auf der Seite „Unified Access Gateway-Anforderungen konfigurieren“, dass die angegebenen Anforderungen erfüllt sind, und klicken Sie auf Weiter.

  7. Geben Sie auf der Seite „Allgemeine Informationen“ die folgenden Informationen ein und klicken Sie dann auf Weiter.

    • UAG-Name: Geben Sie einen Namen für diese UAG-Bereitstellung an.
    • Beschreibung: Geben Sie eine Beschreibung für diese UAG-Bereitstellung an.
    • Unified Access Gateway-VMs: Geben Sie die Anzahl der VMs an, die Sie für diese UAG-Bereitstellung verwenden möchten.
    • Anbieter: Wählen Sie den vSphere-Anbieter aus, der diese UAG-Bereitstellung verwenden soll.
    • Bereitstellungstyp: Wählen Sie Standard oder Erweitert aus. Weitere Informationen zum Treffen Ihrer Auswahl finden Sie in obigen Details.
    • Anzahl der Netzwerkadapter: Wählen Sie die Anzahl der Netzwerkkarten für jede UAG-VM aus. Achten Sie darauf, dass alle VMs dieselbe Anzahl an Netzwerkkarten aufweisen. Dieser Wert bestimmt die Anzahl der Netzwerke, für die Sie im folgenden Abschnitt „Netzwerke“ Informationen angeben müssen.
      • Netzwerkkarte 1: Eine Netzwerkkarte ist für Machbarkeitsstudien oder Testvorgänge ausreichend. Bei Verwendung einer einzelnen NIC findet der gesamte externe, interne und Verwaltungsverkehr im selben Subnetz statt.
      • Netzwerkkarte 2: Bei zwei Netzwerkschnittstellen befindet sich der externe Verkehr auf einem Subnetz und der interne bzw. der Verwaltungsverkehr auf einem anderen.
      • Netzwerkkarte 3: Die Verwendung von drei Netzwerkkarten ist die sicherste Variante. Bei drei Netzwerkkarten verfügen der externe, der interne und der Verwaltungsverkehr über jeweils ein eigenes Subnetz.
    • IP-Modus: Wählen Sie entweder Statisch v4 oder DHCP v4 aus. Wenn Statisch V4 ausgewählt wurde, werden die Optionen Statischer IP-Bereich, Netzmaske und Gateway zu einem späteren Zeitpunkt angezeigt. Diese Optionen werden für Bereitstellungen vom Typ DHCP V4 nicht angezeigt.
      • Statisch v4: Alle VMs werden mit statischen IP-Adressen bereitgestellt. Sie müssen den IP-Bereich für die statischen IPs im Abschnitt „Netzwerk“ unten angeben.
      • DHCP v4: Alle VMs werden mit DHCP-IP-Adressen bereitgestellt.
    • FQDN des Lastausgleichsdiensts: Geben Sie den vollqualifizierten Domänennamen (FQDN) an. Dieser sollte mit dem SSL-Zertifikat und dem DNS-Datensatz übereinstimmen, die den externen Hostnamen darstellen, der der virtuellen IP (VIP) des Lastausgleichsdiensts zugeordnet ist. Alle Clientverbindungen werden an diesen FQDN umgeleitet und auf Backend-UAG-Server verteilt. Hinweis: Sie müssen Ihren eigenen Lastausgleichsdienst bereitstellen und ihn nach der UAG-Bereitstellung konfigurieren (wie z. B. Lastausgleichsdienst-Richtlinien einrichten und den Backend-Pool des Lastausgleichsdiensts mit DMZ-Netzwerkdetails konfigurieren), bevor Sie fortfahren können.
    • DNS: Geben Sie die durch Leerzeichen getrennten IP-Adressen des DNS-Servers für die UAG-VMs an, die zum Auflösen aller FQDNs (z. B. 192.168.1.1 192.168.1.2) verwendet werden sollen.
    • DNS-Suchdomäne: Geben Sie die DNS-Suchdomäne (z. B. acme.com) an.
    • Standard-Gateway: Geben Sie die IP-Adresse des Standard-Gateways für die UAG-VM an (z. B. 192.168.1.253).
    • Blast Extreme-TCP-Port: Geben Sie die Portinformationen gemäß der Beschreibung in der Bildschirmhilfe an.
    • NTP-Server: Geben Sie NTP-Serverinformationen gemäß der Beschreibung in der Bildschirmhilfe an.
    • Ausgehenden Proxy verwenden: Aktivieren oder deaktivieren Sie diese Option gemäß der Beschreibung in der Bildschirmhilfe.
  8. Geben Sie auf der Seite „Ressourcen“ die folgenden Informationen ein und klicken Sie dann auf Weiter.

    • Datencenter: Wählen Sie das vSphere-Datencenter aus, in dem Sie die UAG-VMs bereitstellen möchten.
    • Cluster: Wählen Sie den Cluster in der Bestandsliste des Datencenters aus.
    • Ressourcenpool: Wählen Sie den Ressourcenpool in der Bestandsliste des Clusters aus.
    • Datenspeicher: Wählen Sie den Datenspeicher in der angezeigten Liste aus.
    • VM-Ordner: Wählen Sie den Ordner aus, in dem die VM gespeichert werden soll.
    • Bereitstellungsgröße: Wählen Sie eine Bereitstellungsgröße im Dropdown-Menü aus, um die CPU und den Arbeitsspeicher für die UAG-VM(s) anzugeben. Wenn Sie diesen Wert nach der UAG-Bereitstellung ändern, wird jede VM in der UAG-Bereitstellung automatisch nacheinander erneut bereitgestellt.
    • Zertifikatstyp: Wählen Sie PEM oder PFX aus.
    • Zertifikat: Navigieren Sie zum Zertifikat auf Ihrer lokalen Maschine und wählen Sie es dann aus. Achten Sie darauf, dass die Zertifikatsdatei die vollständige Zertifikatskette und den privaten Schlüssel enthält.
    • OVA-Image-Link (optional): Diese Option enthält einen lokalen HTTPS-Link zur gewünschten bereitzustellenden UAG-OVA. Lassen Sie das Feld leer, um die neueste UAG-Version aus dem CDN bereitzustellen.
  9. Geben Sie auf der Seite „Netzwerke“ die folgenden Informationen für jedes angezeigte Netzwerk an und klicken Sie dann auf Speichern.

    Hinweis: Die Anzahl der angezeigten Netzwerke variiert basierend auf der Anzahl der ausgewählten Netzwerkadapter.

    • Wenn die Anzahl der Netzwerkadapter 3 beträgt, werden die Netzwerkoptionen DMZ, Desktop und Verwaltung angezeigt.
    • Wenn die Anzahl der Netzwerkadapter 2 beträgt, werden die Netzwerkoptionen DMZ und Desktop angezeigt.
    • Wenn die Anzahl der Netzwerkadapter 1 beträgt, wird nur die Netzwerkoption DMZ angezeigt.

    Hinweis: Wenn der Bereitstellungstyp Statisch V4 auf der Seite „Allgemeine Informationen“ ausgewählt wurde, werden die Optionen Statischer IP-Bereich, Netzmaske und Gateway angezeigt. Sie werden nicht angezeigt, wenn DHCP V4 ausgewählt wurde.

    • Portgruppe: Wählen Sie die Portgruppe aus, die für das Netzwerk verwendet werden soll.
    • Statischer IP-Bereich: Geben Sie einen IP-Bereich an, der für die jeweilige Schnittstelle der UAG-VMs verwendet werden soll. Der IP-Bereich wird im Format Start-IP bis End-IP angegeben: xxx.xxx.xxx.xxx - xxx.xxx.xxx.xxx (z. B. 192.168.1.1-192.168.1.10, um 10 aufeinanderfolgende IPs bereitzustellen).
    • Netzmaske: Geben Sie den Netzmaskenwert für den oben angegebenen IP-Bereich (z. B. 255.255.255.0) an.
    • Gateway: Geben Sie den Gateway-Wert für den IP-Bereich (z. B. 10.202.143.253) an.
    • Route: Geben Sie eine optionale, kommagetrennte Liste mit benutzerdefinierten IPv4-Routen für die Netzwerkkarte im Format „ipv4-network-address/bits ipv4-gateway-address“ (z. B. 20.2.0.0/16 10.2.0.1,20.9.0.0/16 10.2.0.2,10.2.0.1/32) an.

Wenn Sie auf Speichern klicken, wird eine Meldung mit dem Hinweis angezeigt, dass die UAG-Konfiguration ausgeführt wird. Die Konfiguration des Bereitstellungstyps „Erweitert“ kann bis zu 15 Minuten dauern.

Nächste Schritte

Wie oben erwähnt, müssen Sie nach Abschluss der UAG-Bereitstellung Ihren Lastausgleichsdienst konfigurieren.

Nachdem Sie den Lastausgleichsdienst konfiguriert haben, können Sie ein Image hinzufügen. Ein Beispiel hierfür finden Sie unter Hinzufügen und Veröffentlichen eines Images für einen vSphere-Anbieter.

Weitere Informationen zum Bearbeiten der UAG-Einstellungen für Ihren Edge finden Sie unter Aktualisieren des Unified Access Gateway-Bereitstellungstyps und der Auswirkungen auf die IP-Adresse des Lastausgleichdiensts.

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