Überblick
Bei der Bereitstellung von verwalteten Horizon Cloud-Desktops stehen Ihnen mehrere Optionen dafür zur Verfügung, wie Maschinen identifiziert und in Verzeichnisdienste eingebunden werden:
- Active Directory Domain Services (AD DS) – herkömmliches lokales Active Directory.
- Microsoft Entra ID (früher Azure AD) – Cloud-basierter Identitäts- und Verzeichnisdienst.
- Hybrider Beitritt zu Entra ID – eine Kombination aus beiden Optionen, bei der Desktops gleichzeitig eine Verbindung zu lokalen Active Directory- und cloudbasierten Entra ID-Ressourcen herstellen können.
In diesem Thema wird die Option „Hybrider Beitritt zu Entra ID“ beschrieben, die für alle unterstützten Kapazitätsanbietertypen beim Erstellen oder Bearbeiten von Desktop-Pools in der Horizon Universal Console gilt.
Definition des hybriden Beitritts zu Entra ID
Durch den hybriden Beitritt zu Entra ID können Ihre von Horizon Cloud verwalteten Desktop-VMs sowohl in Ihrer lokalen Active Directory-Domäne als auch in Microsoft Entra ID registriert werden. Dadurch erhalten Endbenutzer nahtlosen Zugriff auf lokale und cloudbasierte Ressourcen innerhalb einer einzigen Desktop-Sitzung, ohne dass separate Identitätskonfigurationen für die jeweilige Umgebung erforderlich sind.
Diese Option eignet sich insbesondere für Organisationen, die von einer lokalen Infrastruktur zu cloudbasierten Identity Services wechseln oder gleichzeitigen Zugriff auf Ressourcen in beiden Umgebungen benötigen.
Unterstützte Kapazitätsanbieter
Der hybride Beitritt zu Entra ID wird für Microsoft Azure-, vSphere- und OpenStack-Kapazitätsanbietertypen unterstützt.
Konfigurieren des hybriden Beitritts während der Erstellung oder Bearbeitung von Pools
Beim Erstellen oder Bearbeiten eines Desktop-Pools in der Horizon Universal Console enthält der Abschnitt Maschinenidentität (Domäne) eine Umschaltoption mit der Bezeichnung VM-Verfügbarkeit bis zum hybriden Beitritt verzögern.
Bei Anzeige dieser Option
Diese Umschaltoption ist unter folgenden Bedingungen verfügbar:
- Sie erstellen oder bearbeiten einen Pool für einen beliebigen unterstützten Kapazitätsanbieter (Microsoft Azure, vSphere oder OpenStack).
- Bei dem angegebenen Anbieter der Maschinenidentität handelt es sich um einen lokalen Active Directory-Server.
Funktionsweise der Umschaltoption
Wenn VM-Verfügbarkeit bis zum hybriden Beitritt verzögern aktiviert ist, werden VMs im Pool den Endbenutzern erst dann zur Verfügung gestellt, wenn der hybride Beitritt erfolgreich abgeschlossen wurde. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Benutzer vor dem Einrichten einer Sitzung immer eine Verbindung mit einem vollständig registrierten Desktop herstellen, der sowohl mit einem lokalen Active Directory als auch mit Microsoft Entra ID verbunden ist.
Wenn Sie diese Option aktivieren, kann der Pool sowohl auf lokale als auch cloudbasierte Ressourcen zugreifen. Informationen zu den Voraussetzungen, die vor Verwendung dieser Option erforderlich sind, finden Sie in der Bildschirmhilfe.
Wichtige Überlegungen
Konflikt zwischen der Wiederverwendung der VM-ID und dem hybriden Beitritt
Wichtig: Aktivieren Sie nicht gleichzeitig VM-ID wiederverwenden und „Hybrider Beitritt“ für dieselbe Desktop-Pool-Vorlage.
Wenn VMs in einem dynamischen Pool neu erstellt werden, hat die Aktivierung von „VM-ID wiederverwenden“ zur Folge, dass die VM ihr vorhandenes Computerkonto in Active Directory wiederverwendet. Der entsprechende Geräteeintrag in Microsoft Entra ID wird jedoch möglicherweise nicht korrekt aktualisiert, was zu Authentifizierungs- und Registrierunsproblemen mit diesen neu erstellten VMs führen kann. So vermeiden Sie dieses Problem:
- Aktivieren Sie den hybriden Beitritt, ohne „VM-ID wiederverwenden“ zu aktivieren, oder
- Wenden Sie sich an Ihren Active Directory- und Entra ID-Administrator, bevor Sie diese Einstellungen kombinieren.
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